Das ÖV-Grundangebot 2020- 2023 des Kantons sieht vor, die heutige Busverbindung zwischen Arth und Walchwil aufzuheben. Die SP war die einzige Partei, die sich gegen diese Aufhebung ausgesprochen hatte. Erst jetzt vernimmt man, dass die Streichung dieser Busverbindung in Arth den Bau einer neuen Buswendeschlaufe für 1.8 Millionen Franken zur Folge hat. Nicht nur die hohen Kosten, sondern auch der geplante Standort dieses Projektes befremden. Auf einer Länge von 110 Meter soll einer der wenigen im Siedlungsbereich liegenden öffentlich zugängigen Landstreifen am See verbaut werden.

Eine Weiterfahrt des Busses von der Haltestelle Aazopf bis zur bestehenden Buswendeschlaufe St. Adrian in Walchwil würde laut Fahrplan vier Minuten beanspruchen, also Hin und zurück zirka acht Minuten. Die Aufrechterhaltung dieser Busverbindung würde also kaum unverhältnismässig hohe Kosten verursachen. Zudem: neben den immensen Kosten für die neue Wendeschlaufe und dem Landverschleiss, würde die Aufhebung des Busses, auch ganz klar eine deutliche Verlängerung der Reisezeit zwischen Arth und Walchwil zur Folge haben.

Es stellen sich uns darum folgende Fragen:

  1. Welche Kosten sparen die Gemeinde Arth und der Kanton mit der Aufhebung der täglich 13 Busverbindungen nach Walchwil?
  2. Wie hoch wären die jährlichen Mehrkosten, wenn der Busbetrieb statt in der jetzt geplanten Wendeschlaufe beim Aazopf weiterhin bis zur bestehenden Bushaltestelle St. Adrian in Walchwil geführt werden müsste, mit gleichzeitiger Gewährung der Fahrplanstabilität zu den Anschlüssen im Bahnhof Goldau?
  3. Sind auch alternative Standorte geprüft worden, wie zB. eine Wendeschlaufe über die Erschliessungsstrasse zur Liegenschaft Inseli mit einer neuen Brücke über die Rigi-Aa und einer Ausfahrt über den Erliweg? Oder einer Wendeschlaufe beim Gängigerhof, einen Kilometer weiter Richtung als Walchwil?

 

KR Jonathan Prelicz, Goldau
KR Andreas Marty, Arth/Einsiedeln

 

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